📣 Infoveranstaltung „Kärnten unter Hochspannung!“ — Samstag, 3.10.2026, 9:00–14:30 Uhr, Stadtsaal Feldkirchen (Obere Tiebelgasse 8) · mit Vorträgen zu Gesundheit, Waldgesundheit, Strombedarf und Wertverlust🌾 Landwirtschaftskammerwahl am Sonntag, 25.10.2026: Wir haben alle Kammerrätinnen und Kammerräte nach ihrer Haltung zur 380-kV-Trasse gefragt — keine einzige Antwort. Mehr dazu unter „Aktuelles“.Die bestehende 220-kV-Kärntenleitung kann aufgerüstet und mehr als verdoppelt werden. Das reicht aus.Kärnten, das Land, die Gemeinden, die Anrainer und Grundstückeigentümer müssen die Chance der Leitungsaufrüstung nutzen.
Neuigkeiten aus dem Verein

Aktuelles

Angepinnt · Wichtig Rechtliches · 23. Juni 2026
STELLUNGNAHME über den Umweltverein Pro Thayatal

Diese Stellungnahme erging im Auftrag von LKoS e.V. über den Umweltverein Pro Thayatal, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Wolfgang List, am 23. Juni 2026 an das Amt der Kärntner Landesregierung.

Stellungnahme lesen (PDF)
Angepinnt · Wichtig Pressekonferenz · 10. Juli 2026
Die Bürgerinitiativen schließen sich zusammen

Am 10. Juli 2026 sind die Bürgerinitiativen aus Kärnten und Osttirol bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Klagenfurt erstmals geschlossen aufgetreten — mit Rechtsanwalt Univ.-Doz. Dr. Wolfgang List, Christa Hintermann, Dr. Peter Unterluggauer und Prof. Dr. Eberhard Burkel. Der ORF hat in „Kärnten heute“ darüber berichtet. Die vollständige Aufzeichnung der Pressekonferenz haben wir selbst gemacht — sie bleibt hier dauerhaft verfügbar, unabhängig von der ORF-TVthek, in der Beiträge nur befristet stehen.

Die Präsentation legt dar, warum der Bedarf für das Projekt aus unserer Sicht nicht gegeben ist: 193 km Leitung, mindestens 5 Milliarden Euro Kosten, 60 % der Trasse im Wald — bei einem Strombedarf, der in Österreich seit 2018 sinkt und von dem nur 8 % auf Kärnten entfallen. 70 % der Netzkapazität müssen zudem dem europäischen Stromtransit zur Verfügung stehen, bezahlt über die heimischen Netzkosten.

Vorschaubild: Pressekonferenz der Bürgerinitiativen, Klagenfurt, 10. Juli 2026
Aufzeichnung auf YouTube ansehen ↗ Präsentation der Pressekonferenz (PDF)
Landwirtschaftskammerwahl · 25. Oktober 2026

Landwirtschaftskammerwahl: Was wir über die Haltung der Fraktionen zur 380-kV-Trasse wissen

Vorwahltermin: Freitag, 16. Oktober 2026, 10–12 Uhr
Wahltermin: Sonntag, 25. Oktober 2026

LKoS hat seine offenen Briefe an die Landwirtschaftskammer bzw. an LK-Präsident Huber auch an alle Fraktionsvorsitzenden in der Landwirtschaftskammer geschickt, mit der Bitte um Weiterleitung an ihre Mitglieder. Zudem haben wir am 5. August 2026 alle Kammerrätinnen und Kammerräte gebeten, uns ihre Sicht auf die geplante 380/110-kV-Trasse mitzuteilen, um sie hier zu veröffentlichen.

Bis 8. Oktober 2026 ist keine einzige Stellungnahme bei LKoS eingegangen!

Was wir zu den einzelnen Landwirtschaftskammerfraktionen wissen — Mehr lesen

Liste 1 – Kärntner Bauernbund – Team Siegfried Huber

  • uns liegt keine Stellungnahme zur 380/110-kV-Stromfreileitung vor
  • Streitkultur, ORF Kärnten heute (20.10.2026): LK-Präsident Huber betont das positive Ergebnis für die Aufnahme von Rahmenverhandlungen mit der APG; das Verhandlungsergebnis würde präsentiert und den betroffenen Grundeigentümern zur Abstimmung gestellt, eine Mehrheitsklausel würde hineinverhandelt; nur 2,5 Prozent Bevölkerungsanteil erschwerten die Verhandlungsposition (Stichwort Eisenbahn-Enteignungsentschädigungsgesetz)
  • „Aufgabe der Landwirtschaftskammer ist es nicht zu sagen, brauchen wir die Leitung oder nicht, sondern dann, wenn die Leitung kommt, für Grundeigentümer da zu sein wegen genauer Trassenführung und Entschädigungszahlungen mit dem Ziel, dass das Projekt reibungslos funktioniert“ (LK-Vollversammlung 30.04.2025, Präsident Siegfried Huber)
  • Nach dieser Vollversammlung betont derselbe, dass es definitiv nur eine Einmalzahlung geben werde (vgl. Interview mit dem ORF im Grünen vor Schloss Kastrowitz im Zuge der Präsentation des Jahrhundertprojektes)
  • Das Wahlprogramm betont laut Wahlwerbung die Forderung nach fairen Entschädigungen und Mitsprache bei Infrastrukturprogrammen (Wahlprogramm Kärntner Bauernbund, „Gemeinsam für unser Eigentum“, Punkt drei)
  • siehe auch Besuch bei der LK – Diskurs mit Vertretern der Landwirtschaftskammer
  • siehe auch im Leserbriefe-Archiv – Korrespondenz mit der Landwirtschaftskammer ab 09.02.2026

Liste 2 – Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft

  • uns liegt keine Stellungnahme zur 380/110-kV-Stromfreileitung vor
  • Streitkultur, ORF Kärnten heute (20.10.2026): Spitzenkandidat Linder spricht sich gegen die Stromautobahn aus, für den Schutz der Menschen, der Land- und Forstwirtschaft und des Eigentums; das Projekt sei für ein Tourismusland nicht schön; Konzerne profitierten, bezahlen würden die Kärntner; wenn das Projekt tatsächlich umgesetzt würde: jährliche Entschädigung über die gesamte Laufzeit des Jahrhundertprojektes
  • Zwei Anträge vom 16.12.2025 zum 380/110-kV-Freileitungsprojekt wurden in der Vollversammlung und in der Folge im Vorstand nach unseren Informationen mehrheitlich abgelehnt.
  • Das Wahlprogramm spricht sich laut Wahlwerbung gegen Enteignung aus (Wahlprogramm Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft, Seite 7)

Liste 3 – SJK – Gemeinschaft der Kärntner Bäuerinnen und Bauern / Skupnost južnokoroških kmetic in kmetov

  • uns liegt keine Stellungnahme zur 380/110-kV-Stromfreileitung vor
  • Streitkultur, ORF Kärnten heute (20.10.2026): Spitzenkandidat Čik beklagt, dass im öffentlichen Interesse alles erlaubt sei; er lehnt das Projekt in der derzeitigen Form ab; wenn die Notwendigkeit bewiesen sei, dann mit geringstmöglichen Einschnitten und jährlichen Entschädigungen
  • Das Wahlprogramm thematisiert das 380/110-kV-Freileitungsprojekt oder andere Infrastrukturprogramme gar nicht (Wahlprogramm SJK)

Liste 4 – SPÖ Bäuerinnen und Bauern Kärnten

  • Streitkultur, ORF Kärnten heute (20.10.2026): Spitzenkandidat Dörflinger zieht einen Vergleich zur geplanten Erneuerung der 110-kV-Freileitung in Mittelkärnten; er spricht sich für das Projekt aus und fordert die Variante mit dem geringsten Einfluss auf Grundeigentümer, eine Erdkabelvariante sowie eine faire, jährliche, wertgesicherte Abgeltung
  • Faire Rahmenbedingungen, Mitsprache der betroffenen Bäuerinnen und Bauern sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit landwirtschaftlichen Flächen für Infrastrukturmaßnahmen werden im Wahlprogramm gefordert (Wahlprogramm SPÖ Bäuerinnen und Bauern Kärnten, unter „Infrastruktur mit Hausverstand“)
  • In seiner Stellungnahme vom 13.10.2026 fordert der Spitzenkandidat zur Landwirtschaftskammerwahl, Ralph Dörflinger, Erdkabellösungen, wo diese technisch umsetzbar seien, und jährliche, indexbasierte Entschädigungszahlungen — Mehr lesen

Liste 5 – Liste Heimo Urbas / Österr. Unabhängiger Bauernverband – UBV/Kärnten

  • Streitkultur, ORF Kärnten heute (20.10.2026): Spitzenkandidat Urbas vermisst ein Leistungsprofil: Wo brauchen wir Strom, woher kommt er, wohin geht er? Regional aufgestellte Speichertechnologie und PV-Anlagen machten das Projekt obsolet; es sei eine reine Transitleitung; er fordert Unterstützung der LK für Landwirte beim Bau von PV-Anlagen
  • lt. Statement in der Unabhängigen Bauernzeitung darf es zu keiner Entrechtung der Grundeigentümer kommen. Bei öffentlichen Projekten gehört die Wertminderung laut OGH-Urteil abgegolten. Die 380-kV-Leitung als reine Transitleitung sei ohne Nutzen für Kärnten (Unabhängige Bauernzeitung, Liste Heimo Urbas, Seite 3)
  • Die Stellungnahme an LKoS vom 12.10.2026 wiederholt obiges Statement — Mehr lesen

Liste 6 – Grüne Bäuerinnen und Bauern

  • uns liegt keine Stellungnahme zur 380/110-kV-Stromfreileitung vor
  • Streitkultur, ORF Kärnten heute (20.10.2026): Spitzenkandidat Dr. Gigler argumentiert mit fehlendem Bedarf für Kärnten; Ringschluss: billiger Atomstrom werde nach Oberkärnten transportiert und teuer verkauft
  • Das Wahlprogramm thematisiert die 380/110-kV-Stromfreileitung gar nicht (Wahlprogramm Grüne Bäuerinnen und Bauern)
Interview · 28. September 2026

„Die Trasse dient nicht Kärnten, sondern dem Profit“ — Prof. Dr. Eberhard Burkel bei AUF1

Im Gespräch mit AUF1-Moderator Stefan Pollak erklärt unser Obmann, warum die geplante 380-kV-Freileitung aus unserer Sicht überflüssig, teuer und umweltschädlich ist und wem sie tatsächlich nützt. Das ausführliche Interview dauert rund 26 Minuten; ein Beitrag lief außerdem in den „Nachrichten AUF1“ vom 28. September ab Minute 18:15.

Interview · 25. September 2026

„Es war einmal Kärnten?“ — Prof. Dr. Eberhard Burkel im Interview mit tkp.at

Bleibt die urige Schönheit von Kärnten und Osttirol erhalten? Im Gespräch mit dem Portal tkp.at erklärt unser Obmann, warum wir Nein zur geplanten 380-kV-Freileitung sagen: 190 Kilometer Trasse, rund 700 Masten, etwa 700 Hektar Wald und 36 betroffene Gemeinden — für einen Bedarf, den die Analysen nicht belegen, und rund 3 Milliarden Euro, die zu einem großen Teil dem grenzüberschreitenden Stromhandel dienen sollen. Dazu die gesundheitlichen Fragen durch niederfrequente Magnetfelder.

„Kinder erben unsere Entscheidungen.“

Videoclip · August 2026

Videoclip gegen die 380-kV-Leitung

Wer in Kärnten lebt oder auch nur zu Besuch war, denkt verträumt an die bewaldeten Berge und glitzernden Seen, an die Wanderwege, an die urigen Beisl (Wirtshäuser), an die gemütlichen Dörfer, die sich in die Landschaft betten…

Eine 190 km lange 380-kV-Hochspannungsleitung mit 700 bis zu 90 m hohen Masten soll quer durch Kärnten gebaut werden – durch 36 Gemeinden, durch Wälder, durch Orte, die für Menschen mit liebevollen Erinnerungen verbunden sind und die den Tieren ein Zuhause bieten. Auch Du, Wanderer, wirst Kärntens verschandelte Landschaft nicht mehr erkennen. Auch Osttirol wird tangiert.

Eine beschlossene Sache, bei der, wie stets, Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden. Ohne Not und ganz gewiss nicht im Interesse der betroffenen Menschen. Es sei denn, Menschen wie Du sprechen das letzte Wort – Nein.

Herzliche Grüße aus dem schönen Kärnten und Osttirol

Vorschaubild: Zwei Kinder blicken nach oben, dahinter ein Strommast

Filmische Darstellung. Die gezeigten Leitungsbilder sind Symbolaufnahmen und geben nicht den geplanten Trassenverlauf wieder.

Videoclip auf YouTube ansehen ↗
Rechtliches · 22. Juni 2026

Der Kärntner Umweltanwalt fordert Nachbesserung — vor dem UVP-Verfahren

Das Kollegium der Kärntner Umweltanwaltschaft hat im Vorantragsabschnitt zum „Netzraum Kärnten" Stellung genommen und fordert eine substanzielle Nachbesserung der Unterlagen, bevor das UVP-Genehmigungsverfahren nach § 5 UVP-G 2000 überhaupt eingeleitet wird. Die Stellungnahme kommt vom Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 8 — sie ist keine Position eines Vereins, sondern die einer gesetzlich eingerichteten Stelle.

Drei Punkte daraus wiegen schwer. Erstens das NOVA-Prinzip: Der Nachweis, dass die bestehende Infrastruktur durch Optimierung — etwa Thermal Rating — tatsächlich ausgeschöpft ist, sei „bisher nicht methodisch nachvollziehbar erbracht". Zweitens die Leiterseile: Hochtemperatur-Leiterseile mit Karbonfaserkern (HTLS) seien als vollwertige Alternative zum Neubau gar nicht berücksichtigt worden — „eine zentrale Unterlassung in der bisherigen Variantenprüfung"; gefordert wird eine vergleichende Machbarkeitsstudie für den Einsatz auf der bestehenden 220-kV-Schiene.

Drittens das Erdkabel: Das UVE-Konzept sei hinsichtlich der Erdverkabelung „methodisch unvollständig". Die pauschale Ablehnung unter Verweis auf zehnfach höhere Kosten oder längere Reparaturzeiten werde ohne standortspezifische Prüfung „als unzureichend zurückgewiesen". Dazu kommen die Warnungen zum Schutzwald — Windwürfe und Käferkalamitäten an den Rändern der Schneisen — und der Verweis auf das Bergwaldprotokoll der Alpenkonvention.

Pressekonferenz · 18. August 2026

Pressekonferenz in Lienz — Presseaussendung und Präsentation

Am 18. August 2026 haben die Bürgerinitiativen im Altstadthotel Eck in Lienz eine gemeinsame Pressekonferenz gehalten — getragen von LKoS e.V. und der Bürgerbewegung „Gegenwind in Kärnten". Presseaussendung und Präsentation stehen hier vollständig zum Nachlesen.

Eine Aufzeichnung mit Bildern und Musik fasst die beiden Pressekonferenzen in Klagenfurt und Lienz zusammen — knapp 40 Minuten, von uns selbst gefilmt.

Vorschaubild: Redner bei der Pressekonferenz, daneben ein ORF-Mikrofon
Kostenkontrolle · 11. August 2026

Offener Brief an den Rechnungshof: Prüfung des Milliardenprojekts gefordert

Rechtsanwalt Univ.-Doz. Dr. Wolfgang List hat sich im Auftrag von LKoS e.V. über den Umweltverein „Pro Thayatal“ mit einem offenen Brief an die Präsidentin des Rechnungshofes, Dr. Margit Kraker, gewandt und um eine budgetäre Prüfung des Vorhabens Netzraum Kärnten ersucht. Kopien gingen unter anderem an den Bundeskanzler, den Vizekanzler, den Wirtschafts- und den Finanzminister, an die Landeshauptleute von Kärnten und Tirol sowie an die Europäische Kommission.

Die Zahlen, um die es geht: Die Projektwerberin nennt eine Investitionssumme von 3 Milliarden Euro bei einer Umsetzung bis 2035. Nach den im Brief angeführten konservativen Schätzungen kommen die Stromkunden inklusive Finanzierungs- und Betriebskosten auf über 6 Milliarden Euro. Für den gesamten österreichischen Netzausbau stehen bis zu 53 Milliarden im Raum.

Besonders brisant ist ein Vergleich, den der Brief zieht: Noch vor wenigen Jahren war eine Netzlösung um rund 500 Millionen Euro vorgesehen. Am Ende steht die Frage, um die sich alles dreht — wörtlich: „Bevor Milliarden verbaut werden, muss daher geklärt werden: Ist diese 380 kV-Luxusvariante tatsächlich notwendig – oder zahlen die Stromkunden am Ende für eine überdimensionierte Fehlinvestition?“

Offenen Brief an den Rechnungshof lesen (PDF, 23 Seiten) ↗
Rechtliches · 9. Juli 2026

Stellungnahme an die EU-Kommission: PCI-Status soll überprüft werden

Im Auftrag von LKoS e.V. über den Umweltverein „Pro Thayatal“ hat Rechtsanwalt Univ.-Doz. Dr. Wolfgang List am 9. Juli 2026 eine Stellungnahme an die Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission gerichtet. Der Kern ist ein Ersuchen: Die Kommission möge die Einstufung des Vorhabens als „PCI-Projekt“ — Projekt von gemeinsamem europäischem Interesse — angesichts der geänderten Sach- und Rechtslage nochmals überdenken und den Status im Zweifel entziehen.

Die Stellungnahme kritisiert dabei das Verfahren selbst: Die Vergabe des PCI-Status werde „vollkommen intransparent“ durchgeführt, die Entscheidung sei für die Öffentlichkeit nicht nachvollziehbar, weil die zugrunde liegenden Unterlagen nie zugänglich gemacht wurden. Ein weiterer Punkt betrifft den Umfang: Der Status könne nur für die 380-kV-Leitung gelten — nicht für die mitgeführte 110-kV-Leitung.

Zu den Kosten führt das Schreiben an, die Netzkosten der KNG-Kärnten Netz GmbH seien von 2020 bis 2025 um rund 60 Prozent auf 11,78 Cent je Kilowattstunde gestiegen; bis 2040 seien Steigerungen von 100 Prozent für Haushalte und Gewerbebetriebe realistisch. Kritisiert wird auch die Kosten-Plus-Regulierung mit garantiertem Kostenersatz und garantierter Eigenkapitalverzinsung — ein Anreiz für teure Investitionen — sowie das Fehlen einer umfassenden Prüfung von Alternativkonzepten. Erwähnt wird zudem, dass die APG noch 2022 erklärt habe, die 380-kV-Leitung in Kärnten sei die nächsten zehn Jahre kein Thema.

Stellungnahme an die EU-Kommission lesen (PDF, 19 Seiten) ↗
Verfahren · 2. Juli 2026

Niederschrift der öffentlichen Erörterung ist veröffentlicht

Die Niederschrift der öffentlichen Erörterung vom 2. Juli 2026 im Congress Center Villach ist beim Land Kärnten veröffentlicht — samt aller Beilagen. Darunter sind unter anderem die Stellungnahmen der Gemeinden Ossiach und Stockenboi sowie der Landesumweltanwaltschaft Tirol. Wer wissen will, was bei der Erörterung tatsächlich vorgebracht wurde, findet es dort im Wortlaut.

Zur Niederschrift beim Land Kärnten ↗
Energiestrategie · 11. August 2026

Energiestudie des Landes: das Übertragungsnetz blieb ausgeklammert

Das Amt der Kärntner Landesregierung (Abt. 15) hat eine „Wissenschaftliche Studie zur Energiestrategie Kärnten" beauftragt — Projektleitung FH-Prof. Dr. Robert Hauser (FH Kärnten), wissenschaftliche Leitung Prof. Dr.-Ing. Viktor Wesselak (Hochschule Nordhausen), Stand Dezember 2024. Zugänglich ist sie über das Informationsregister des Landes nach dem Informationsfreiheitsgesetz (Geschäftszahl 07-ZJD07-44400/2026). Auf jeder Seite der sechs Teilberichte steht der Vermerk „Veraltete Studie – keine Landesstrategie".

Für die Frage, die uns beschäftigt, ist ein Punkt bemerkenswert: Die Studie klammert das Übertragungsnetz ausdrücklich aus. In Teil D heißt es wörtlich, aus der Regelzone der APG resultierende Anforderungen seien „dabei nicht berücksichtigt". In Teil B wird festgehalten, eine allfällige Erhöhung der Leitungskapazität sei „im Rahmen dieser Studie nicht weiter untersucht" worden.

Die wissenschaftliche Grundlagenarbeit, die das Land für seine eigene Energiestrategie in Auftrag gegeben hat, hat die Notwendigkeit dieser Leitung also nie geprüft — und taugt damit auch nicht als Beleg für sie. Die rund 275 Seiten sind öffentlich abrufbar; jeder möge sich selbst ein Bild machen.

Zur Studie im Informationsregister des Landes Kärnten ↗
Einspruchsrechte · 27. Juli 2026

ÖVP will Einspruchsrechte von Umweltorganisationen beschränken

Die Kärntner ÖVP hat einen Zehn-Punkte-Plan vorgestellt, mit dem die Verfahrensrechte von Umweltorganisationen eingeschränkt werden sollen — Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber spricht von „Einspruchstourismus“. Unter anderem sollen Umweltorganisationen künftig nur noch dort Einspruch erheben dürfen, wo sie geografisch verankert sind. Derzeit dürfen 46 der 69 in Österreich anerkannten Umweltorganisationen auch in Kärnten Einspruch erheben.

Für uns ist das von unmittelbarer Bedeutung: Genau über diesen Weg — eine anerkannte Umweltorganisation mit Parteistellung — konnte unsere Stellungnahme zum Leitungsprojekt überhaupt eingebracht werden. Wir verfolgen die weitere Entwicklung aufmerksam.

Zum ORF-Bericht „ÖVP will ‚Einspruchstourismus‘ unterbinden“ ↗
Informationsfolder LKoS
Zum Verteilen · Informationsfolder

Neuer Informationsfolder zum Herunterladen & Weitergeben

Damit du direkt loslegen kannst, stellen wir dir einen Folder mit den wichtigsten Informationen zur Verfügung. Entweder herunterladen, bei uns per Mail an info.lkos@a1.net anfordern und weitergeben. Lasst uns gemeinsam möglichst viele Menschen erreichen!

Zum Flyer & Informationsfolder →
Erdkabel-Verlegung — Bodenfräse und Flüssigboden (SuedLink)
Technik · Juli 2026

Innovative Bauweise der STRABAG für den SuedLink

Dieses zukunftsweisende Verfahren – Bodenfräse und Flüssigboden – wird von der Firma STRABAG im Auftrag der TransnetBW durchgeführt. Effizient und sehr nachhaltig! „Mit dieser Kombination schonen wir Ressourcen, minimieren den Umwelteingriff und treiben die Energiewende voran“, wie die Strabag auf Instagram beschreibt.

In unseren Vorträgen wurde diese Technik bereits von Herrn Prof. Dr. Eberhard Burkel erörtert! Warum die APG diese Technik nicht in Erwägung zieht, ist doch sehr kurios.

Hier finden Sie den gesamten Bericht mit Bildern (PDF) →